Reisprotein (rice protein)

19-07-2017
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Was kann man durch die Einnahme von Reisprotein erreichen?

  • Es stellt eine laktose- und milcheiweißfreie Proteinquelle dar.
  • Es ist im Allgemeinen auch frei von anderen Allergenen und ist die ideale Wahl für Vegetarier.


Beschreibung

Leider leiden immer mehr Menschen unter Intoleranz gegenüber bestimmte Eiweiße, bzw. gegen irgendeinem Bestandteil eines Proteintyps, und Laktoseintoleranz zählt bereits zu den völlig alltäglichen Erscheinungen. Nichtsdestotrotz lässt es sich nicht abstreiten, dass die Zahl jener Menschen, die gegen bestimmte Nährstoffe allergisch sind, oder bestimmte Nährstoffe nicht, beziehungsweise nur schlecht vertragen, eine jährlich steigende Tendenz zeigt. Reisprotein stellt als Nahrungsergänzungsmittel eine Eiweißquelle dar, welche für den menschlichen Organismus über ein günstiges Aminosäurenprofil verfügt, und auch problemlos von jenen verzehrt werden kann, die gegen tierische Eiweiße empfindlich sind, und diese nicht gut, oder gar nicht verdauen können. Eventuell stehen sie auch mit anderen Eiweißquellen auf dem Kriegsfuß, wie zum Beispiel mit dem Sojaprotein, beziehungsweise vermeiden sie andere Eiweiße tierischen Ursprungs, wie Eiprotein, Rinderprotein aufgrund ihrer Essensgewohnheiten (Vegetarier, Veganer), oder gleichfalls aufgrund einer Intoleranz.

Die biologische Wertigkeit von reinem Reisprotein beträgt abhängig vom Produkt 70-85. Der Unterschied zwischen den einzelnen Produkten ist auf mehrere Gründe zurückzuführen: das Aminosäurenprofil des Reisproteins kann eigentlich als vollständig erachtet werden, doch enthält es für den menschlichen Organismus zu wenig Histidin und Lysin, und sein Tryptophangehalt ist unbedeutend, weshalb es oft durch andere pflanzliche Proteine, typischerweise durch Erbsenprotein, ergänzt wird. So erhält man im Endeffekt ein Produkt mit einem ausgewogenen Aminosäurenprofil. Am Markt findet man also auch Eiweißmatrizen, die zum Beispiel Erbsenprotein enthalten, um ein vollständigeres Aminosäurenprofil, beziehungsweise eine leichter verzehrbare, angenehmere Textur zu erhalten. Doch hängt, wie auch im Falle aller anderer Quellen, die biologische Wertigkeit des Reisproteins in den gegebenen Produkten nicht nur von der Menge und dem Verhältnis von Aminosäuren, sondern auch von der tatsächlichen Verwertungsrate ab. Diesbezüglich kann das Reisprotein als relativ stark bezeichnet werden, da es sich um eine leicht und verhältnismäßig schnell verdaubare Quelle handelt. Obwohl Produkte, die rein aus Reisprotein hergestellt werden, über ein vergleichsweise schwaches Aminosäurenprofil verfügen, verhalten sie sich hinsichtlich der Verwertbarkeit viel besser, als jene aus Sojaproteinen oder Casein (im letzteren Fall handelt es sich allerdings bei der langsamen Resorption um eine gewünschte Qualität)

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Herstellung von Reisprotein nicht jene aufwendige und auch umweltschädliche produktionstechnologische Verfahren benötigt, die bei tierischen Quellen notwendig sind; das Reisprotein kann also auch als die umweltbewusste Wahl angesehen werden. In Anbetracht dessen, dass Nahrungsmittelallergiker, Vegetarier und Veganer das wichtigste Zielpublikum für Reisproteinprodukte darstellen, sind die qualitativ hochwertigen Produkte in den meisten Fällen auch gluten-, laktose-, milcheiweiß- und sojaproteinfrei (Reis an sich ist eine glutenfreie Nährstoffquelle, doch können die oben genannten Allergene im Laufe der Verarbeitung in die fertigen Produkte gelangen, da diese oft in Betrieben hergestellt werden, wo auch diese Allergene verarbeitet werden).

Das Aminosäurenprofil von Reisprotein (in Bezug auf 100g reine Proteinmenge)

Essentielle Aminosäuren:

Isoleucin: 4400 mg
Leucin: 8300 mg
Valin: 6000 mg
Lysin: 3400 mg
Methionin: 3170 mg
Phenylalanin: 5450 mg
Threonin: 3600 mg
Tryptophan: 1200 mg

Nichtessentielle Aminosäuren:

Alanin: 5400 mg
Arginin: 9100 mg
Asparaginsäure: 8600 mg
Cystein: 2400 mg
Glutamin: 17200 mg
Glycin: 4250 mg
Histidin: 2100 mg
Prolin: 4900 mg
Serin: 4800 mg
Tyrosin: 5400 mg

Warum soll man es verwenden?

  • Reisprotein ist laktosefrei
  • Glutenfrei
  • Enthält im Allgemeinen auch keine anderen Allergene
  • Es ist die perfekte Alternative für jene, die aus irgendeinem Grund weder tierische Proteine, noch Sojaeiweiß verzehren wollen bzw. können
  • Es ist leicht verdaulich, verursacht selten Magen- oder Darmbeschwerden

Weitere Vorteile

Wie jedes andere Eiweißprodukt, kann auch Reisprotein zum Backen und Kochen verwendet werden. Aufgrund seiner mehlähnlichen Konsistenz und seines nicht zu charakteristischen Geschmackes, bietet es sich für die Zubereitung verschiedener Speisen als Mehlersatz an, und neben seiner ausgezeichneten Eigenschaft zur Verbesserung der Konsistenz kann auch der Eiweißgehalt der Speise erhöht werden.

Wie kann es verwendet werden?

Reisprotein kann als Alternative zu tierischen oder anderen pflanzlichen Eiweißquellen, entsprechend des individuellen Nährstoffbedarfs verzehrt werden.

Gegenanzeigen

Sehr selten kann es vorkommen, dass Reisprotein nicht vertragen wird, in diesem Fall ist dessen Verzehr natürlich zu vermeiden.

Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Selten können Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auftreten, doch oft sind diese auf verschiedene Zusatzstoffe (Süßungsmittel, Farbstoffe etc.) in den einzelnen Produkten zurückzuführen.

Verbote und Einschränkungen

Keine.


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